Rational Emotive Verhaltenstherapie (REVT)


Diese Therapie- und Beratungsform orientiert sich vor allem am Hier und Jetzt. Die Vergangenheit des Klienten ist nur so weit von Bedeutung für sein Problem, wie sie mit dem, was ihn augenblicklich emotional beschäftigt, in Beziehung steht. „Rational-emotiv“ bedeutet, dass unsere Ratio (das vernünftige Denken) maßgeblichen Einfluss auf unsere Emotionen hat. Die Emotionen steuern wiederum maßgeblich das Verhalten. Es geht also in Therapie und Beratung vor allem um den Zusammenhang von Gedanken, Gefühlen und Verhalten. Der hauptsächliche Ansatzpunkt für die Problem- bewältigung liegt in der Macht der Gedanken.

Die Kognitive Verhaltenstherapie darf nach dem Stand der Forschung als die Speerspitze der modernen Psychotherapieentwicklung angesehen werden. Die rational-emotive Variante dieser Richtung, die auf den Amerikaner Albert Ellis zurückgeht, legt besonderes Gewicht auf Veränderung des Denkens. Sie hat sich als eine der wirksamsten Therapieformen erwiesen und sie ist nicht nur in viele Therapeutenmanuale zur Behandlung psychischer Störungen eingegangen, sondern sie hat sich auch mit großem Erfolg in Coaching und Unternehmensberatung etabliert. Beispielsweise basiert der Bestseller „Pessimisten küsst man nicht - Optimismus kann man lernen“ des weltbekannten Verhal- tensforschers Martin Seligman auf dieser Methodik

Die im Kontext "Seelsorge" angewandte REVT wird als "Kognitive Seelsorge" bezeichnet. Diese ist die inhaltliche Achse der Ausbildung des von Hans-Arved Willberg geleiteten Instituts für Seelsorgeausbildung (ISA). Sie wird dort im Zentralkurs gelehrt.

  Näheres zum ISA-Zentralkurs "Kognitive Seelsorge"


     Letzte Änderung: 25. Februar 2010       Seitenanfang