|
H.A. Willberg
Grundlagen der seelsorgerlichen Gesprächsführung
Rezensionen
„Es kommt ausgesprochen selten vor, dass ich ein Lehrbuch in
einem Zug durchlese. Doch mit der hier anzuzeigenden Veröffentlichung von Hans-Arved Willberg ist
es wieder einmal passiert. Weil dies ein Buch aus der Praxis für die Praxis ist. Sein Autor ist
Seelsorge-erfahren, in der doppelten Bedeutung des Wortes. Er ist nicht nur seit vielen Jahren
seelsorgerlich tätig, er hat Seelsorge auch am eigenen Leib erfahren und zum Teil auch erlitten.
Das wird immer wieder deutlich, und das macht das Buch zu einem sehr persönlichen Buch. Das
eben nicht nur Richtigkeiten transportiert, also beispielsweise Paulus zitiert, wenn er sagt,
dass wir nur den Trost weitergeben können, mit dem wir selbst getröstet worden sind. Sondern
dem man abspürt, dass Willberg das selber so erfahren hat. Und dann ist er nicht nur
theologisch, sondern auch therapeutisch qualifiziert. Er weiss, wovon er redet. [...]
Lebenshilfe ist für Willberg [...] mehr als Mittel zum Zweck der Glaubenshilfe; sie hat
für ihn ihren eigenen Wert und ihre eigene Würde. Das hat Konsequenzen bis in die
Terminologie hinein: Statt vom Ratsuchenden spricht Willberg pointiert vom mitmenschlichen
Gegenüber in der Seelsorge und betont von daher immer wieder die Notwendigkeit des Hörens
auf dieses Gegenüber. Dazu bedient sich Willberg wesentlich der klientenzentrierten
Gesprächsführung, wie sie von Carl Rogers entwickelt und von dem Rogers-Schüler Marshall
Rosenberg fortgeführt worden ist – freilich nicht als Methode, sondern als Haltung „auf
dem sicheren Fundament einer biblischen Theologie der Liebe und Wahrheit“ (9). Ich kann
dieses Lehrbuch nur empfehlen: Es hält, was es verspricht.“
Aus einer Rezension von Dr. phil. Reinhard Scheerer.
Die Druckversion des Textes finden Sie in Arbeitskreis für evangelikale Theologie,
Arbeitskreis für eine biblisch erneuerte Theologie (Hg.), Jahrbuch
für evangelikale Theologie (JETh),
25. Jahrgang, TVG (R. Brockhaus:
Wuppertal, 2011), 373.
|
|
Website Dr. Reinhard Scheerer. |
|